Verlauf:

Bericht des Aufsichtsrates

 
Das Geschäftsjahr 2008 war für den Verbund, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen wieder ein außerordentlich erfolgreiches Jahr. Nach den sehr guten letzten Jahren stellte der zunehmend internationale Konzern mit einer neuerlichen Ergebnissteigerung eindrucksvoll unter Beweis, dass sein Wachstum profitabel und nachhaltig ist.

Der Aufsichtsrat hat diese erfreuliche Entwicklung aktiv begleitet und unterstützt. Im Berichtsjahr hat er in sechs Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 91 %, kein Mitglied blieb mehr als der Hälfte der Sitzungen fern. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat darüber hinaus regelmäßig in wichtigen Angelegenheiten Kontakt mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates gehalten und in Fällen von Abwesenheiten einzelner Mitglieder deren Meinung eingeholt, sodass in wesentlichen Angelegenheiten stets alle Aufsichtsratsmitglieder involviert waren.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung sowie über die Lage und Strategie des Unternehmens, einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften, sowie über die Risikolage und das Risikomanagement mündlich und schriftlich informiert.

Im Juni 2008 regelte der Aufsichtsrat die Nachfolge des zum Jahresende ausgeschiedenen Generaldirektors Dr. Michael Pistauer und bestellte Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber zum Vorstandsvorsitzenden und Finanzvorstand per 01.01.2009. Dr. Johann Sereinig wurde als stellvertretender Vorsitzender und Generaldirektor-Stellvertreter bestätigt. Zum selben Zeitpunkt trat eine neue Geschäftsverteilung im Vorstand in Kraft.

Der Aufsichtsrat hat dem ausgeschiedenen Generaldirektor Dr. Michael Pistauer den Dank für seine erfolgreiche Tätigkeit und für seine großen Verdienste ausgesprochen.

Neben der Vorstandsbestellung ist besonders hervorzuheben, dass wichtige Entscheidungen für eine verstärkte Investitionstätigkeit im In- und Ausland auf Basis der neu formulierten Unternehmensstrategie mit dem Ziel von wertschaffendem Wachstum getroffen wurden. Im Inland betrifft dies vor allem eine Reihe von großen und mittelgroßen Wasserkraftwerksprojekten sowie das Gas- und Dampf-Kraftwerk Mellach; im Ausland gelang die Akquisition eines Wasserkraftprojektes in Albanien und der Ausbau der Erzeugungskapazitäten im Rahmen der Beteiligungen in Italien, Frankreich und der Türkei, wo zudem auch ein Verteilnetzbetreiber erworben werden konnte. Darüber hinaus konnten entsprechend der strategischen Zielsetzung mehrere Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien (Windkraftparks, Fotovoltaikanlagen) im In- und Ausland realisiert werden.

Weiters hat der Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr neue Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat beschlossen. Die Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstandes, das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes und die Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates, die sich auch auf die wesentlichen Geschäftsfälle der wichtigsten Tochtergesellschaften erstrecken.

In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sind neben Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben des Aufsichtsrates nunmehr auch alle Ausschüsse (Arbeitsausschuss, Prüfungsausschuss, Dringlichkeitsausschuss, Nominierungsausschuss und Präsidial- bzw. Vergütungsausschuss) und ihre Kompetenzen genau geregelt. Mit diesen Neufassungen wird dem Österreichischen Corporate Governance Kodex noch besser entsprochen.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund der umfangreichen Berichterstattung des Vorstandes dessen Geschäftsführung laufend überwacht. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, hat zu keinerlei Beanstandungen Anlass gegeben.

Corporate Governance, Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates, der insbesondere mit der Sitzungsvorbereitung befasst war, tagte im Berichtsjahr sechsmal, der Prüfungsausschuss (insbesondere zur Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss bzw. zur Abstimmung mit dem Abschlussprüfer) zweimal.

Als führendes börsenotiertes Unternehmen seiner Branche hat sich der Verbund schon früh zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Auch der Aufsichtsrat sieht sich dem Kodex verpflichtet und bemüht sich, jenen Bestimmungen, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, welche die Zusammenarbeit des Aufsichtsrates mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, mit ganz geringen Abweichungen vollständig eingehalten.

Gemäß dem Corporate Governance Kodex und der neuen Geschäftsordnung wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Nominierungsausschuss und ein Vergütungsausschuss des Aufsichtsrates eingerichtet. Der Nominierungsausschuss trat in Zusammenhang mit der Bestellung eines Vorstandsmitgliedes zu drei Sitzungen zusammen. Der Vergütungsausschuss, der mit dem Präsidium ident ist, hielt drei Sitzungen ab, die die Vergütung des Vorstandes zum Gegenstand hatten.

In der Zusammensetzung des Aufsichtsrates kam es im vergangenen Geschäftsjahr zu einer Änderung. Nach dem Rücktritt von DDr. Erhard Schaschl wurde Mag. Herbert Kaufmann per 26.03.2008 in den Aufsichtsrat gewählt. Im Präsidium ist seither Dr. Maximilian Eiselsberg 1. Stellvertreter des Vorsitzenden und Dkfm. Peter Püspök 2. Stellvertreter des Vorsitzenden. Weitere Informationen über die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrates und seine Vergütung sind dem Corporate Governance-Bericht zu entnehmen.

Jahresabschluss und Prüfungsergebnis

Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht sowie der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 wurden vom Abschlussprüfer, der Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis schriftlich berichtet und festgestellt, dass der Vorstand die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht hat, dass Buchführung, Jahresabschluss und Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermitteln sowie dass Lagebericht und Konzernlagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss stehen.

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 2008 gebilligt, wodurch dieser gemäß § 125 (2) Aktiengesetz festgestellt ist. Der Lagebericht des Vorstandes wurde genehmigt, dem Vorschlag zur Gewinnverteilung zugestimmt. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Abschließend spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für die im Geschäftsjahr 2008 geleistete erfolgreiche Arbeit aus.

Für den Aufsichtsrat

Dr. Gilbert Frizberg
Vorsitzender
Wien, im Februar 2009

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  • Bericht des Aufsichtsrates
  • »Wasser ist das Blut des Planeten.«
    Leonardo da Vinci
    (1452 – 1519),
    italienischer Universalgelehrter
  • »Wasser ist ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es anzuwenden weiß.«
    Johann Wolfgang
    von Goethe
    (1749 – 1832),
    deutscher Dichter
  • »Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, denn Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück.«
    Thales von Milet
    (um 625 – um 547 v. Chr.), griechischer Philosoph
  • »Nicht der Fluss fließt, sondern das Wasser. Nicht die Jahre vergehen, sondern wir.«
    Hervé Bazin (1911 – 1996), französischer Schriftsteller
  • »Willst du den Wert des Geldes kennenlernen? Geh und versuche dir welches zu borgen.«
    Benjamin Franklin
    (1706 – 1790),
    US-Politiker
  • »Was immer du hast, du musst es entweder vermehren oder verlieren.«
    Henry Ford (1863 – 1947), US-Großindustrieller
  • »Märkte sind wie Fallschirme: Sie funktionieren nur, wenn sie offen sind.«
    Helmut Schmidt (*1918), ehemaliger deutscher Bundeskanzler
  • »An der Börse ist alles möglich – auch das Gegenteil.«
    André Kostolany
    (1906 – 1999),
    US-Börsenkolumnist
  • »Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.«
    Antoine de Saint-Exupéry (1900 – 1944), französischer Schriftsteller
  • »Leben ist kein Stilleben.«
    Oskar Kokoschka
    (1886 – 1980),
    österreichischer Maler
  • »Geld ist dazu da, um ausgegeben zu werden: Strömende Wasser bleiben frisch.«
    Françoise Sagan
    (1935 – 2004),
    französische Schriftstellerin
  • »Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist.«
    Mark Twain
    (1835 – 1910),
    US-Schriftsteller
  • »Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.«
    Laotse (vermutlich 6. Jahrhundert v. Chr.), chinesischer Philosoph
  • »Wenn Sie nicht über die Zukunft nachdenken, können Sie keine haben.«
    John Galsworthy
    (1867 – 1933),
    englischer Erzähler
  • »Ich bin bereit überall hinzugehen, vorausgesetzt, der Weg führt vorwärts.«
    David Livingstone
    (1813 – 1873),
    englischer Forschungsreisender
  • »Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.«
    Marie von
    Ebner-Eschenbach
    (1830 – 1916), österreichische Schriftstellerin
  • »Bereit sein ist viel, warten zu können ist mehr. Den rechten Augenblick nützen ist alles.«
    Arthur Schnitzler
    (1862 – 1931),
    österreichischer Schriftsteller
  • »Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.«
    Albert Einstein
    (1879 – 1955),
    deutscher Physiker
  • »Die Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.«
    Max Frisch (1911 – 1991), schweizer Schriftsteller
  • »Meiner Idee nach ist Energie die erste und einzige Tugend des Menschen.«
    Wilhelm von Humboldt
    (1767 – 1835),
    deutscher Philosoph
    und Sprachforscher
  • »Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Sie sich in zehn Jahren zurücksehnen werden.«
    Peter Ustinov
    (1921 – 2004),
    englischer Schriftsteller
    und Schauspieler
  • »Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.«
    Aristoteles
    (384 – 322 v. Chr.),
    griechischer Philosoph
  • »Wer auf frischen Wind wartet, darf nicht verschnupft sein, wenn er kommt.«
    Helmut Qualtinger
    (1928 – 1986),
    österreichischer Schauspieler und Kabarettist
  • »Wer A sagt, muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war.«
    Bertold Brecht
    (1898 – 1956),
    dt. Schriftsteller
  • »Wagen wir, die Dinge zu sehen, wie sie sind«
    Albert Schweitzer
    (1875 – 1965),
    Theologe, Musiker,
    Arzt und Philosoph
  • »Beklagte man ehemals die Schuld der Welt, so sieht man jetzt mit Grausen auf die Schulden der Welt.«
    Arthur Schopenhauer
    (1788 – 1860),
    deutscher Philosoph
  • »Immer und immer wieder bitte ich: weniger Zahlen, dafür gescheitere.«
    Wladimir Ilyich Lenin
    (1870 – 1924), russisch –
    sowjetischer Politiker
  • »Die Gewinne anderer werden fast wie ein eigener Verlust empfunden.«
    Wilhelm Busch
    (1832 – 1908), deutscher Schriftsteller und Zeichner
  • »Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir Risiko auf uns nehmen.«
    Ernst Happel
    (1925 – 1992), österreichischer Fussballtrainer
  • »Wende dein Gesicht der Sonne zu, und du lässt die Schatten hinter dir.«
    Aus Afrika
  • »Wer leben will, der muss was tun.«
    Wilhelm Busch
    (1832 – 1908), deutscher Schriftsteller und Zeichner
  • »Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean.«
    Isaac Newton
    (1642 – 1726),
    englischer Philosoph
    und Naturwissenschafter
  • »Die Dauer des menschlichen Lebens ist ein Augenblick, das Wesen ein beständiger Strom.«
    Marc Aurel (121 – 180), Römischer Kaiser