Verlauf:
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Ausblick

 

Im Jahr 2007 werden sich die Investitionen in Wasserkraft auf den Bau der Kraftwerke Limberg II, Gerlos II, Werfen/Pfarrwerfen sowie die Maschinenerneuerung im Kraftwerk Aschach konzentrieren.

Das Wasserkraftpotential in Österreich wird derzeit zu zwei Drittel ausgeschöpft. Technisch gesehen ist die Erzeugung weiterer 16 Mrd. kWh Strom aus Wasserkraft pro Jahr durchaus möglich; dies entspricht immerhin rund einem Viertel des gesamten heimischen Stromverbrauchs. Allerdings ist dabei die EU-Wasserrahmenrichtlinie zu berücksichtigen, die ab 2015 zu Erzeugungsverlusten zwischen 2 und 7 % führen kann. Dadurch sowie in Hinblick auf die kaufmännische Rentabilität wird der Verbund in den kommenden fünf Jahren tatsächlich höchstens 1 Mrd. kWh realisieren können.

Österreich benötigt bis 2015 eine zusätzliche Stromerzeugungskapazität von rund 3.000 MW; der Verbund wird dazu voraussichtlich 50 % beitragen. Den größten Teil liefern die neuen Pumpspeicher-Kraftwerke wie Limberg II oder Gerlos II. Die zusätzlich notwendige Erzeugung wird überwiegend aus neuen Gas-Dampf-Kraftwerken wie Mellach oder Klagenfurt kommen, die Strom und Fernwärme liefern.

Als wesentlich für die Ergebnisentwicklung 2007 wird die Bestätigung der gegenwärtig hohen Terminmarktpreise durch den Spotmarkt angesehen. Verfügbare Reservekapazitäten sowie die Entwicklung am CO2-Zertifikatemarkt und der Primärenergieträgerpreise bilden die wesentlichen Einflußgrößen. Die Höhe der Reserveleistung ist unter anderem stark durch die witterungsbedingte Nachfrageentwicklung bestimmt. Vom CO2-Zertifikatemarkt ist für 2007 aufgrund der derzeit am Markt signalisierten Überallokation vor allem ein preisdämpfender Einfluß zu erwarten. Ab 2008 wird der Zertifikatspreis durch die Allokationspraxis (Höhe der Gratiszuteilungen und Anerkennung von Alternativzertifikaten) der einzelnen EU-Staaten bestimmt, wobei der Markt als Reaktion auf die Überallokation in der ersten Phase von wesentlich geringeren Gratiszuteilungen ausgeht. Entscheidend für den Spotmarkt 2007 ist damit neben der Witterung die Entwicklung auf den Primärenergieträgermärkten. Vor diesem Hintergrund garantiert der bereits eingeschlagene Weg der Vermarktung des wasserkraftgenerierten Stroms eine weitere Ergebnissteigerung.

Der Verbund wird sein Engagement am Emissionshandelsmarkt ausweiten. Absicherungsgeschäfte für die Brennstoffbeschaffung der thermischen Kraftwerke und auch für brennstoffpreisindizierte Stromlieferverträge bedeuten auch eine Steigerung der Aktivitäten am Markt für Brennstoffderivate.

Aufgrund der steigenden Bedeutung der Erzeugungswertabsicherung wird auch im Jahr 2007 das Tradinggeschäft den höchsten Anteil ausweisen. Trotz weiterer Einbußen bei den Umsätzen mit den Unternehmen der EnergieAllianz Austria GmbH (EAA) wird das Inlandsgeschäft nach dem Trading den zweithöchsten Umsatzanteil aufweisen. Durch das Einkaufsverhalten der EAA werden diese Marktanteile am österreichischen Weiterverteilermarkt weiterhin zurückgehen.

Die Auslandsmärkte werden wesentliche Wachstumsperspektiven bieten. Neben der Festigung der Marktpositionen in den bereits bearbeiteten Märkten durch die APT und die Konzerngesellschaften in Slowenien, Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Rumänien sowie Griechenland wird der Ausbau der Marktpräsenz am ost- und südosteuropäischen Markt verfolgt. So sind Gründungen weiterer Tochtergesellschaften in Mazedonien, Serbien und Kroatien geplant.

Die Etablierung auf den neuen Märkten zählt wie das erfolgreiche Bewirtschaften von Grenzkapazitäten zu den wesentliche Herausforderungen im kommenden Geschäftsjahr.

Der eingeschlagene Wachstumskurs im heimischen Direktvertrieb wird 2007 konsequent fortgeführt, um die bis 2010 veranschlagten Ziele zu erreichen. Für Jahresende wird mit einem Anstieg der Kundenanzahl auf 90.000 gerechnet. Das Vertragseingangsvolumen wird für das kommende Jahr auf 1,5 TWh geschätzt.

Alle Aktivitäten erfolgen dabei nach klar definierten Rentabilitätszielen und unter Einhaltung der Risikorichtlinien des Konzerns. Die Aktivitäten im Endkundenmarkt unterliegen dem Verhaltenskodex für Lieferanten des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs.

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